Liebe Leser,
über den Klimawandel wird ja immer wieder gerne gesprochen und geschrieben. Doch statt der großen Dürre und den lange anhaltenden Hitzeperioden, die oft rognostiziert werden, erleben wir in diesen Tagen das genaue Gegenteil. Frostige 15 Grad und Dauerregen. Und das im Juli. Da denken wir geradezu sehnsüchtig an das vergangene Jahr zurück, als uns es eine Fußball-WM mit den dazu gehörenden WM-Partys bei schönstem Sommerwetter berauschte. Dafür gab es in einigen Brühler Lokalen vor wenigen Wochen "Grand Prix"-Feten.



Die einzelnen Abteilungen des Feldartillerie-Regiments Nr. 23 bezogen ab dem 9. März 1915 in der weiteren Umgebung von Vouziers ihre Ruhequartiere, etwa 30 Kilometer von den Kampfgebieten um Perthes entfernt. Die 2. Batterie der 1. Abteilung, zu der Max Ernst gehörte, kam zuerst in dem Ort Sémide unter. Am 14. März 1915 schrieb Max Ernst an seine Schwester: "Liebe Loni, von Semide aus sende ich Dir viele Grüße. Auch hier bleiben wir nicht lange, gleich fahren wir weiter in ein anderes Dorf Coroy. Dort sollen wir bessere Quartiere bekommen. Die große Schlacht in der Champagne ist jetzt, nachdem wir abgelöst sind, beendet. (…)"