Liebe Leser,
kürzlich sind wir auf der Homepage der Stadt Brühl über eine Notiz gestolpert. Dort steht, dass der Brühler Bahnhof seit dem 8. November letzten Jahres umgebaut wird. Da wird man dann doch stutzig. Denn der Bahnhof wird ja nicht abgerissen und neu errichtet, nein, es geht lediglich um den Zugang zu den Bahnsteigen, ein paar Treppen, ein Gang, ein Vorplatz, das alles dann hoffentlich auch behindertengerecht. Seit November, also seit über einem halben Jahr wird dort nach dem Motto verfahren, innerhalb einer Woche einen Tag hier und da ein bisschen rumwerkeln, vier Tage nichtstun. Seit Monaten ist der Tunnel nur halb benutzbar, die Zugangstreppe ist immer noch nicht fertig. Für die Pendler ist dieses Schneckentempo eine Zumutung. Übrigens heißt es auf www.bruehl.de weiter: "Die Arbeiten sollen voraussichtlich im Mai 2005 beendet sein."
Ein ähnliches Ärgernis ist der Bau des Kreisels an der Kreuzung Schildgesstraße/Bergerstraße. Seit über zwei Monaten wird dort gebaut, die Hälfte der Fahrbahn wäre die ganze Zeit über für den Verkehr nutzbar gewesen, doch es kam zur Vollsperrung. So müssen viele Brühler große Umwege in Kauf nehmen, wenn sie ins Industriegebiet Brühl-Ost und zu den dort beheimateten Discountmärkten oder dem Brauhausgarten einen Besuch abstatten wollen. Das wäre in den allermeisten Fällen zu vermeiden gewesen. Und ein Ende der leidigen Baustelle ist noch immer nicht in Sicht.
Kommen wir zu den erfreulichen Dingen im Juni. Der brühlermarkt mit seinem attraktiven Veranstaltungsangebot wird wie in den letzten Jahren wieder viele Besucher anlocken.
Die gerade gestartete Filmreihe "Brühl - Globale Stadt" kommt beim Publikum bestens an. Wir stellen ihnen den jungen Filmemacher Thorsten Kleinschmidt vor, der elf ausländische Mitbürger Brühls in sehenswerten Porträts festgehalten hat, die im ZOOM Kino gezeigt werden.
Sie können auch mit der Museumsgesellschaft das zehnjährige Bestehen des Museums für Alltagsgeschichte feiern, sich mit den Boulefreunden Brühl zu einem spannenden Spiel treffen oder sich in der Alten Schlosserei des Marienhospitals die aktuelle Ausstellung "KingPin" des Brühler Kunstvereins ansehen. Schauen Sie sich in Brühl um, es gibt wieder viel zu entdecken.
In diesem Sinne wünschen wir Ihnen viel Spaß bei der Lektüre dieser Ausgabe.
Ihr Team vom Brühler Bilderbogen
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Mittlerweile sind zum Bedauern vieler kunstinteressierter Brühler alle öffentlichen Arbeiten im Brühler Stadtgebiet vernichtet worden. Entweder fielen sie Säuberungsaktionen zum Opfer oder wurden von anderen Graffiti-Künstlern gnadenlos übersprüht. Ob bedrohlich wirkend, gesellschaftskritische Ansätze implizierend oder einfach nur bunt und dekorativ; es war unmöglich, sich dieser Kunstform zu entziehen. Sie traf ihre Betrachter unvermittelt, wie der sprichwörtliche "Tritt in den Hintern". Die Ausstellung im Kunstverein (noch bis zum 2. Juli in der Alten Schlosserei des Marienhospitals, Clemens-August-Straße 24 zu sehen) zeigt eine Retrospektive der Arbeiten von Christian Wolf auf Leinwand von den Anfängen bis in die Gegenwart. Alle Bilder zeigen figürliche Darstellungen (characters), ein spezielles Element der Graffitikunst. Die Finissage mit einem Gespräch zur Ausstellung findet am Samstag, den 2. Juli um 16 Uhr in Anwesenheit des Künstlers statt. 







